Apr 28
Anstatt wie vom Marketing Duisburg so dringend gewünscht steigt Duisburg nicht wie ein Phönix aus der Loveparadeasche sondern der Politik gelingt es immer wieder das Feuer der Selbstverbrennung neu zu entzünden. Und zudem die regierende Koalition im Rathaus in ein schiefes Licht zu rücken. Warum es diesen Hang zum GAU in Duisburg gibt ist etwas was ich nicht erklären kann.
Dass ich und die Linke gelinde gesagt keine Freunde sind, sollte man wissen. Immerhin hat man mich persönlich angegangen und versucht beim damaligen Arbeitgeber anzuschwärzen - schon damals konnte die Linke das mit dem Internet nicht. Das hat sich nicht geändert und offiziell gehöre ich wohl immer noch zu diesem dubiosem Netzwerk, dass sie Linke gezielt diffamieren möchte. Blanker Unsinn. Ich habe nur stets das kritisiert was kritikwürdig gewesen ist. Aber okay, wenn man dafür aus Veranstaltungen rausgeworfen wird, dann weiß man zumindest wie beschränkt der Kritikhorizont der Linken hier in Duisburg ist.
Momentan jedenfalls glaube ich den diversen Erklärungen, widersprüchlich dazu noch, zum Thema Flugblatt nicht. Entweder ein Hacker hat bewußt Schaden anrichten wollen - so Peessesprecher Rook - oder die Datei lag seit Jahren auf dem Server und wurde "übersehen" - so der Kreisverband. Eingestanden hat man, dass mehrere Personen Zugriff auf den Server hatten. Damit scheidet die Hackertheorie defintiv aus. Das auf Typo3 basierende Linken-CM/S sollte bei jeder Tätigkeit einen Stempel mit Daten hinterlassen. Zeit, Admin und eventuelle Korrekturen sollten in der SQL-Datebank vorhanden sein. Schnelle Aufklärung im Falle eines Hackerangriffs - kein Problem. Und selbst wenn: Ein File hochladen, einen Artikel schreiben und verlinken sollte bei der regelm. Wartung des Severs auffallen. Nein: Was Rook da versucht ist das Werfen einer Nebelkerze.
Da ist das, was der Kreisverband von sich gibt wahrscheinlicher: Jemand aus der Partei hat bewußt das Flugblaft hochgeladen. Auch dann aber ist anhand der Logindaten der Schuldige rasch gefunden - uns vor allem spricht vieles dafür, dass der Kreisverband davon wusste und es billigend in Kauf nahm. Angesichts der Gechehnisse in Dierkes und Co sehr denkbar und vermutlich wird es so gewesen sein.
Erscheeckend aber: Konsequenzen zieht in der rot-rot-grünen Koalition, die in Duisburg regiert offenbar keiner. Während Jäger als Innenminister jederm die Hölle heiß machen würde der auf Landesebene gegen das Grundgesetz verstößt weht in Richtung Duisburg nur ein laues Lüftchen, ein müdes "Distanziert euch" und gut ist. Konsequenzen? Fehlanzeige. Dass die Grünen ebenfalls dieser Maxime anhängen ist nicht verwunderlich, man kennt als Duisburg die aus der CDU-Zeit nicht anders.
Offenbar scheinen Duisburger Politiker nach dem inoffiziellem Motto "Augen zu und aussitzen" zu regieren. Dass das auf Dauer nicht gut gehen wird, einleuchtend. Das Gebot der Stunde heißt jetzt: Schnelle Aufklärung des Sachverhalts mit politischen Konsequenzen. Doch das würde bedeuten, die Macht im Rathaus neu verteilen zu müssen - diese Größe darf man aber wohl vergeblich in Duisburg suchen.